Turnerfahrt

Oberländisches Turnfest Wilderswil

 

 

Turnerfahrt

4. Mai 1989

Am 4. Mai war es wieder einmal soweit; "Auffahrt" stand am Kalenderblatt und wie jedes Jahr schlug auch heuer jedes Turnerherz höher, denn wer könnte unsere Turnerfahrt so einfach verpassen.
Wie immer war der Treffpunkt um 800 Uhr auf dem Postplatz. Die Reise führte dieses Frühjahr über den Col de Jaman hinunter nach Montreux. Mit der gemüt-lichen MOB reisten wir also Richtung Montbovon. Kaum eingestiegen, hörte man schon ein eigenartiges Klingeln in gewissen Geldtaschen, doch hielt sich der Schaden momentan noch in Grenzen. In Alliers verliessen wir die Bahn und wanderten gemütlich dem Jaman entgegen. Da wir teilweise noch durch den Schnee waten mussten, kam die Erfrischung, welche einige im Rucksack mit-trugen sehr gelegen. So konnten doch die nassen und kalten Füsse von innen wieder etwas gewärmt werden. Nachdem uns ein Auerhahn einige Kostproben seines Balzens gab, welches vor allem die Jüngeren sehr zu Herzen nahmen, marschierten wir munter weiter, leider über Asphaltstrasse, die nicht auf der Karte eingezeichnet war, Richtung Montreux. Nach einigem "hie isch guet" ru-fen fanden wir einen gut Pick-Nick und Spielplatz. Auch dieses Jahr kamen di-verse Menüs aus den Rucksäcken. Vom Raclette über ein fünf Gang Menü bis zur Cervelat war alles da.
Nach dem Essen bildeten sich plötzlich so eigenartige Gruppen, Karten wurden verteilt und jeder suchte einen Platz, wo er möglichst grosse Gewinne einste-cken konnte. Weil keinem der grosse Coup gelang brachen wir am frühen Nachmittag unsere versteiften Glieder wieder in Bewegung und kamen nun doch über etliche hundert Treppenstufen endlich hinunter nach Montreux. Nachdem wir uns wieder gefunden und mit einem "Coupe" gestärkt hatten tra-ten wir die Rückreise nach Gstaad an. Es dauerte nicht lange und unser Wa-genabteil verwandelte sich in "Cäsars Palast", wo sich wenige über kleine Ge-winne freuen konnten, sich aber die Mehrheit über grosse Verluste beklagte. Kreuzfidel trafen wir nun wieder im Gsteigdörfli ein, wo unsere Turner-Bänkler-Fahrt noch bis in den späten Abend im Bären ihren Ausklang fand.

Peter Beetschen

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Oberländisches Turnfest Wilderswil

29./30. Juni 1985

Am 29. Juni, um 845 Uhr fuhren wir von Gsteig los. Anwesend waren : Hansruedi Hauswirth, Simon Gander, Hanspeter Brand, Roland Kohli, Hanspeter Linder, Ueli Brand, Toni Berchten, Hubert Matti, Hanspeter Walker, Christian Walker und ich.
Fritz Bettler, Dani Trummer und David Gander fuhren schon früh am Morgen, um das Einzelturnen zu absolvieren. In Gstaad mussten wir dann den ersten Halt machen. Roland und Husi mussten noch frische Geräteschuhe kaufen, und ich brauchte noch weisse Socken. Nach 1100 Uhr trafen wir uns dann vor dem Festzelt, um zusammen das Mittagessen einzunehmen. Nach dem Mittagessen absolvierten die meisten von uns dann den Fitnesstest. Wir mussten Holzstäbe transportieren, am Barren schwingen, über einen Holzstab springen und einen Ball über eine Schnur werfen. Danach bereiteten wir uns auf die allgemeine Übung vor. Wir gingen auf das Sand, um die Übung nochmals zu turnen. Die Schiedsrichter bewerteten dann unsere Übung mit der Note 28.26. Danach begaben wir uns zum Flugplatz, wo wir bei einem Stand Traugott Walker und Niklaus Seewer trafen, die am Turnfest halfen, die Weiten der einzelnen Wettkämpfe zu messen. Als wir den grössten Durst gelöscht hatten, absolvierte unsere Mannschaft den Hochsprung, das Steinstossen, das Diskuswerfen, das Kugelstossen und den Schleuderballwettkampf. Nach diesen Disziplinen ging es ans Barrenturnen. Leider ging dies nicht ganz optimal, trotzdem gab es noch die Note 27.94. Danach gingen wir noch schnell ins Hallenbad, um uns zu erfrischen und sauber zu machen. Wir fuhren dann nach Zweilütschinen, um unsere Unterkunft zu beziehen. Danach wollten wir das Abendessen einnehmen. Hanspeter Walker hatte im Restaurant Laterne Plätze bestellt. Er wusste jedoch nur, dass das Restaurant in Interlaken ist. Da aber Interlaken nicht sehr gross ist, fanden wir das Gasthaus dann doch noch. Als wir dann das einmalige Essen zu uns genommen hatten, fuhren ein paar nach Unterseen, wobei wir anderen ins Festzelt zurückgingen, wo wir noch den Damenturnverein trafen. Zwischen 300 Uhr und 400 Uhr waren dann die meisten in der Kojie. Um 730 Uhr gab es Tagwache, und wir fuhren auf Wilderswil zum Morgenessen. Danach wurde zwischen Geländelauf, Schwimmen und Minigolf alles gemacht. Um 1230 Uhr trafen wir uns beim Festzelt, um dem Marsch durch Wilderswil beizuwohnen. Mit verbrannten Schultern trafen wir dann die Rückreise an. In Gsteig marschierten wir dann noch vom Schulhaus bis zum Bären. Als Abschluss des Turnfestes nahmen wir noch das Abendessen im Bären ein.


Andreas Linder

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