Turnerfahrt

Oberländisches Turnfest Reichenbach

 

 

Turnerfahrt

28. Mai 1992

Anwesende : Kurt, Peter und Arthur Beetschen, Toni Berchten, Ruedi Neuhaus, Herbert und Christian Walker, Urs Knöri, Hansruedi Hauswirth, Richard Brand, Hanspeter Walker, Fritz Bettler, Hubert Matti, René Walker, Ueli Brand, Martin, Daniel und der Schreibende-Trummer.

Wie jedes Jahr beginnt unsere traditionsreiche Turnerfahrt um 8.00 Uhr auf dem Postplatz in Gsteig. Nachdem sich jedermann mit Speis und Trank eingedeckt hatte, fuhren wir mit den Autos Richtung Bahnhof Gstaad los. Die Zeit reichte ausgezeichnet um im Bernerhof einen Frühstücks- oder Znünikaffee (je nach dem...) einzunehmen, bevor wir den train direct pour Saanen, Chateaux d'Oex, Montreux bestiegen. Im Zuge bildeten sich sofort die obligaten Grüppchen, die je nach Tagesbudget verschiedene Kartenspiele spielten. Die Zeit bis Montreux verging im Zuge wortwörtlich wie im Fluge (zumal für die Verlierer).
Auf dem Bahnhof fasste jeder ein SBB-Velo, die abgesehen von ein bisschen wenig Luft in den Rädern in einem hervorragenden Zustand waren - doch dies sollte sich im Verlaufe des Tages noch ändern. Nach der ersten Pneuaufwärmrunde in der Rue de la Gare führte uns unser Tourenleiter Kürtu dem Quai entlang Richtung Villeneuve. Man sah allerlei schöne Sachen am Ufer des Genfersees wie Blumen und so... Schon bald hatten die ersten einen Hungerrast, so dass wir unverzüglich ein verspätetes Znünipäuseli einlegten. Kurze Zeit später gings in flottem Tempo weiter der Vieux Rhone entlang Richtung Aigle - Ollon. Ueli und ich stellten einen neuen Guiness - Buch - ähnlichen Rekord auf : Bänkeln auf dem Velo. Im grossen und ganzen kamen wir gut voran, bis sich zwei unermüdliche einen kleinen Spurt lieferten der mit einem Crash endete. Resultat : 1 Vorderrad geknickt - glücklicherweise wurden die beteiligten nur leicht verletzt. Mit ein paar gekonnten Griffen unseres Mannschaftsmechanikers Chrigel konnten wir das defekte Vorderrad wieder einigermassen zurechtschmieden, so dass das Feld nach diesem kurzen Unterbruch weiterfahren konnte.
Nach ca. 2 stündiger Fahrt erreichten wir unser Etappenziel, wo wir das Mittagsmahl einnahmen. (Wir waren uns erstaunlich schnell einig über den Standort). An einem kleinen Baggersee in der Nähe von Saint Maurice degustierten und grillten wir wie die Römer. Das Wetter meinte es recht gut mit uns, wollte es uns doch nur gerade mit ein paar Regentropfen überraschen, als ein paar unverbesserliche die Karten hervornehmen wollten.
Nach dem Mittagshalt nahmen wir die Rückfahrt unter die Felgen und fuhren Richtung Aigle, Villeneuve zurück. Unterwegs spürten einige schon die Trauben, entwickelten sie sich doch nahezu zu richtigen Geisterfahrern. So kam es nicht selten vor, dass entgegenkommende Velofahrer ins Gelände ausweichen mussten oder einen schönen Fluch in die Gegend riefen.
In Villeneuve teilte sich das Feld in verschiedene Gruppen auf. Was diese von dort bis zum Bahnhof erlebten entzieht sich meinen Kenntnissen. In Montreux angekommen gaben wir die Velos wieder ab. Wenn man Name und Adresse angeben musste, so deutete dies auf Schäden am Fahrzeug hin.
Als unser Zug für die Heimreise abfahrbereit war, bemerkten wir, dass uns noch drei Teilnehmer fehlten. Glücklicherweise fanden wir sie resp. Sie uns wieder, nur leider war der Zug im wahrsten Sinne des Wortes schon abgefahren. Ich war sehr traurig darüber, denn von den drei waren 2 gute Sponsoren für Bänkeln von der Partie. Chrigel meinte mit etwas enttäuschter Stimme : "We sie sofort schalte, chöne sie nus bis les Avants no ihole". Ich schöpfte natürlich auch sofort wieder Mut, in der Hoffnung doch noch auf die Rechnung zu kommen. Und siehe da, bereits weiter oben konnte man ein Peti vor einer geschlossenen Barriere in einem Taxi sitzend beobachten. Wie vermutet warteten die drei Patentaten bereits auf dem Bahnhof in les Avants, wo sie die Aufholjagd gleich mit einer Flasche Rotwein begossen. Glücklich die drei wieder bei uns zu haben, gings sogleich wieder zur Tagesordnung über. Im Zuge bis nach Gstaad wurde tapfer gesungen, dicke Stumpen geraucht, viele Flaschen entkorkt und viel Geld gewaschen - äh, pardon verspielt. In Gstaad angekommen versuchten wir mit brüllen und johlen die Gstaader Turner ausfindig zu machen, was uns auch gelang. Einige von uns gesellten sich noch zu ihnen, während die andern unverzüglich den Bären aufsuchten.

Christoph Trummer

Zurück

 

Oberländisches Turnfest Reichenbach 1992

27./28. Juni 1992

Am 27. Juni 530 Uhr fuhren Christof Trummer, Herbert Walker, René Walker, Daniel Trummer und meine Wenigkeit mit dem Zug in Gstaad los. In Gstaad trafen wir auch schon ein paar Gstaader mit denen wir die Reise nach Reichenbach aufnahmen. Nach einer heiteren Bahnfahrt trafen wir in Reichenbach ein. Bevor wir uns auf den langen Marsch zum Festareal begaben, gingen wir uns noch stärken mit einer warmen Schokolade und einem Gipfeli. Nach der Stärkung machten wir uns auf den Weg. Bei der Turnhalle Reichenbach mussten wir uns für den Sechskampf anmelden. Die Disziplinen waren : Sperrwurf, Kugelstossen, 1000m, 100m, Hochsprung und Weitsprung. An all diesen Disziplinen coachte uns Daniel sehr gut. Nach all diesen Wettkämpfen trafen wir erstmals unsere anderen Turnerkollegen, die etwas später in Gstaad losfuhren.
Das waren : Toni Berchten, Hansruedi Hauswirth, Thüri Beetschen, Peter Beetschen, Kurt Beetschen, Fritz Bettler, Martin Trummer, Hanspeter Walker, Ruedi Neuhaus, Ueli Brand, Christian Walker.
Nach kurzem Einwärmen unserer Gymnastik mussten wir schon auf's Feld. Unsere neue und originelle Gymnastik vorführen. Die relativ gut geturnt worden ist. Nach einer kurzen Pause mussten wir uns schon wieder in den Ring begeben und zwar für den Barren, nach der gut bis sehr gut abgeschlossenen Barrenübung kam auch wieder nur eine kurze Pause, denn das Trampolinspringen stand bevor. Das wir mit Bravour überstanden. Nach diesen drei Wettkämpfen kamen nur noch die Einzelwettkämpfe und natürlich der gemütliche Teil. Als wir die Wettkämpfe abgeschlossen hatten, machten wir uns zu Fuss auf die Suche zu unserer Unterkunft. Als wir die Unterkunft fanden, duschten wir uns und gingen danach etwas Feines Essen. Nach dem leckeren Essen gings wieder aufs Festareal. Dort ging es erst richtig los bis früh in die Morgenstunden. Am nächsten Morgen assen wir das Morgenessen auf dem Festareal. Nach dem bekömmlichen Morgenessen schauten wir noch die Darbietungen anderer Vereine an. Schon wurde es Zeit nach Hause zu fahren. Nach der amüsanten Zugsfahrt kamen wir in Gstaad an. Dort stiegen wir in Privatautos und fuhren ins Gsteig. Wir besammelten uns auf dem Postplatz zum üblichen Umzug bis zum Bären. Im Bären wurde uns ein Apéro offeriert. Nach dem Apéro bestellten wir ein feines Nachtessen, so beendeten wir unser Turnfestwochenende. Auf Wiedersehen in Langenthal.

Urs Knöri

Zurück