Turnerfahrt

Kantonalturnfest Langenthal

Fahrt ins Blaue

 

Turnerfahrt 1993

20. Mai 1993

Wie jedes Jahr am Auffahrtstag um 800 Uhr, stehen die ausflugshungrigen Cracks des Turnvereins auf dem Postplatz, blicken gespannt zum Himmel und fragen sich, ob das Wetter wohl halten wird. Andere zerbrechen sich den Kopf darüber, wo es wohl dieses Jahr langgeht.
Komme was da wolle, jeder ist wohl gerüstet mit einem prallen Rucksack, Re-genzeug und reichlich Spülmittel für trockene Kehlen, und, es ist schon bald müssig es zu erwähnen, mit Jasskarten und reichlich Klein- und für einige Grossgeld. Als die Mannschaft vollständig ist, Frauen nicht gestattet, heute ist Vatertag, steigen wir in die Autos mit dem 1. Etappenziel Leysin.
Kaum ausgestiegen wird wieder eingestiegen, nämlich in die Gondeln, die uns zum 2. Etappenziel Berneuse bringen sollen.
Nach dem geniessen der Aussicht auf der Berneuse, steht doch vis à vis der 2331 m hohe Tour d'Ai, das Ziel der 3. Etappe. Dieses zieht sich ganz schön hoch hinauf. Zu hoch für solche, die sich auf einen gemütlichen Spaziergang gefreut haben.
Nach kurzem Abstieg stehen wir also am Fusse dieses Monstrums, das nicht unbedingt durch seine Höhe, sondern vielmehr durch seine Steilheit, auch die letzten Gedanken eines lockeren Spazierganges zerbrechen lässt. Doch nichts desto trotz nehmen wir den Anstieg unter die Füsse. Wer an diesem Tag noch nicht geschwitzt hatte, konnte und musste dies jetzt nachholen. Schlussendlich haben es aber alle geschafft. Mit müden Beinen und tropfenden Leibern ist je-der der Meinung, sein Znüni verdient zu haben. Nach einer längeren Pause mit wunderschöner Aussicht geht es weiter. Diesmal bergab und wieder steil. Ge-gen Mittag erreichen wir ein idyllisches Plätzchen, wo wir das langersehnte Stück Fleisch endlich auspacken können, und es, jeder nach seinem Ge-schmack, über oder im Feuer, zubereitet. Erstaunlich, wie verschieden die Ge-schmäcker sind. Dem einen reicht ein kleines, dafür zartes Stück Kalb- oder Rindfleisch, dem anderen sind 1 oder 2 Elefantenohren gerade gut genug.
Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, was jeweils nach dem Essen unternom-men wird. Doch der Versuch sein Taschengeld aufzupolieren wird einem jeden, durch plötzlich auftauchenden Nebel und Temperatursturz, jäh unterbrochen. So müssen wir das 4. Etappenziel verlassen und weiter bergab wandern, in der Hoffnung, dass der Regen uns nicht doch noch überrascht. Doch Petrus kann es doch nicht ganz bleiben lassen und schickt uns einige Tropfen zu, die aber jederzeit zu einem mittelstarken Regen ausarten könnten. Aber auch daran hat der diesjährige Streckenplaner Hübu gedacht. Denn auf naher Strecke Richtung Yvorne lässt er uns bei einer kleinen Wirtschaft eben nicht vorbei, sondern hin-einspazieren. Corbeyrier wird dieses Zwischenetappenziel genannt. Kaum rich-tig Platz genommen giesst es draussen schon kräftig. Erst recht ein Grund nicht sofort weiter zu gehen. Mit "Gsteiger-Hausmusik" und allerlei Flüssigem warten wir auf besseres Wetter. Petrus zeigt Erbarmen und lässt den Regen, als wir wieder losgehenabklingen.
Trocken und mit weichen Knien erreichen wir Yvorne und schlussendlich Aigle, unser Marschziel. Mit dem Zug bis le Sépey und von dort aus mit dem Auto er-reichen wir schliesslich alle glücklich und zufrieden Gsteig unser Tourziel. Bei einem gemütlichen Nachtessen, verdauen wir diesen Tag, in der Hoffnung, am nächsten Tag nicht allzu sehr unter Muskelkater leiden zu müssen.

Thomas Schild

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Kantonalturnfest Langenthal 1993

17. - 20. Juni

Teilnehmer : Peter, Kurt und Arthur Beetschen, Hansruedi Hauswirth, Hanspe-ter Linder, Martin und Daniel Trummer, Herbert Walker, René Walker, Ruedi Buri, Richard Brand, Simon Gander und der Schreibende.

Bei schönem Wetter starteten wir am Freitag Mittag zur Aktion Turnfest 93. Nach gut zwei Stunden Fahrzeit, trafen wir im Turngelände ein. Dänu, unser Oberturner wartete schon ungeduldig auf uns. Kaum angekommen mussten wir uns fliegend umziehen, da die erste Disziplin schon an der Reihe war und zwar die Gymnastik. Da der Damenturnverein Gstaad - Saanen schon bei der Mu-sikprobe mächtig applaudierte, konnte das ja nur gut gehen. Also turnten wir die Gymnastik gut. Note 28.35.
Danach kam unser Barrenprogramm, wo wir die Beine recht gut streckten, so gab's 28.11. Und wieder mussten wir gerade stehen, für die Berner Oberlän-derzeitung, wo ein Foto von René's Luxuskörper und unserer Vereinsfahne in der Dienstagsausgabe erschien.
Bei den Sprüngen ging's recht in die Höhe. Leichtathletik war jetzt noch ange-sagt (Weitwurf, Steinstossen, 1000 m Lauf). Ergebnis : normales Vereinsresul-tat, nur der 1000 m Lauf mit Kurt, Herbert, Peter und Daniel mit der Punktzahl 29.11 war sehr gut für die Schlussnote. Aber auch hier sollte man in Zukunft eine Dopingkontrolle (A und B Probe) machen. Da sich besonders bei Peter Beetschen die Haarentwicklung fraglich zeigt. Aber jetzt war ein gutes Bier und noch einige Vereinsfotos angesagt.
Nach dem Nachtessen gab es einen schönen Abend im Festzelt, nur Kurt hätte noch ein wenig mehr Techno - Pop gewünscht. Schlafen war auch noch ange-sagt. Und da gab es zwei Möglichkeiten : Unterkunft mit Matratze oder sogar nach SUVA-Vorschriften, denn die Bettmasse betrugen 2 m Länge, Breite 50 cm, Unterlage hart, Falltiefe 1.10 m und mit dem Vorteil mitten im Turngelände.
Samstag : Wetterlage schön, durstig, Kopfweh ? Einsatzplan : Peter und Simon Gander waren Kampfrichter, andere schauten Vorführungen männlicher und auch weiblicher Art an. Wieder andere löschten den Durst und schliefen. Am Samstag Mittag fuhren einige schon nach Hause. Der Rest half noch den Gstaadern mit Festen.
Sonntag : Regenwetter. Nach dem Herbert ausgeschlafen hatte, machten wir uns auf den Weg Richtung Turngelände um die Schlussvorführungen anzu-schauen. Jetzt war es auch für uns Zeit Heim zu fahren, um im Bären die schö-ne Aktion Turnfest 93 zu beenden.

Toni Berchten

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Fahrt ins Blaue 1993

16./17. Oktober 1993

Als wir uns am 16. Oktober 1993 um 8 00 Uhr auf dem Postplatz Gsteig besammelten, wusste noch niemand ausser unser Tourenleiter Hanspeter Linder wohin unsere "Fahrt ins Blaue" führen wird. Alle stiegen frohen Mutes in den Car und kurze Zeit nach der Abfahrt Richtung Gstaad wurde uns das Programm vom Präsident mitgeteilt. Nach dieser Mitteilung fingen die Jüngsten schon gleich an mit "Schnupfen und Bänkeln", das war gleich die richtige Einweihung für die Reise. Also fuhren wir Richtung Kandersteg, in Kandergrund gab es den ersten Halt für ein feines Znüni, anschliessend fuhren wir bis zur Talstation der Stockhornbahn. Dort zogen wir Wanderschuhe und wärmere Kleider an, stiegen in die Bahn und fuhren bis zur Bergstation. Von dort aus ging es nun auf "Schustersrappen" weiter über die Gemmi. Eine fröhliche Turnerschar marschierte plaudernd und lachend bis zum Schwarenbach, dort erwärmten wir uns mit Ovo oder Schnapskaffee. Nach dieser gemütlichen Pause marschierten wir dann weiter, der Wind ging immer stärker, wir fanden endlich ein Plätzchen, welches vom Wind etwas verschont blieb, dort verpflegten wir uns aus dem Rucksack. Wohlgenährt ging es weiter dem Daubensee entlang bis zum Bergrestaurant. Gerne kehrten wir da ein, denn der Wind blies immer stärker und kälter, da fanden alle wieder Zeit für den Durst zu löschen und zum Schnupfen. Während des Abstiegs gegen Leukerbad wurde ab und zu an einem schönen Aussichtspunkt noch eine gute Flasche entkorkt und eine fröhliche Bande kam gegen 17 00 Uhr in Leukerbad an. Wir suchten unser Hotel auf, welches wir auch sofort gefunden hatten, wir bezogen unsere Zimmer und der nächste Treffpunkt war um 20 00 Uhr im Speisesaal. So hatten wir also 2 Stunden zur freien Verfügung, einige besuchten das berühmte Bad, andere ruhten sich aus, andere wiederum genossen schon ein Apéro aus Üelu's Göfferli. Als wir uns für das feine Nachtessen besammelten, hatte Chrigel schon Kontakt mit einem Musiker und schnell organisierte der Wirt eine zweite Handorgel, so spielten die zwei miteinander während wir das feine Nachtessen genossen. Nach dem Dessert wurde dann gesungen, gebänkelt, geschnupft, getrunken und so hatten wir plötzlich ein ganz gemütliches Fest. Um 1 00 Uhr mussten wir nun das Lokal verlassen, viele schlenderten noch durch das Dorf, viel war da nicht mehr los, eine Disco war noch offen, aber für die meisten war die Musik zu laut. Am nächsten Morgen überraschte uns ein schöner Tag, die Sonne stand schon am Himmel als wir um 9 00 Uhr das feine Frühstück einnahmen. Die Zimmer wurden geräumt und das Gepäck wurde in dem Car verstaut, anschliessend profitierten wir das schöne Wetter und unternahmen noch eine kurze Wanderung. Wir wanderten der linken Talseite entlang bis vor eine ziemlich steile Felswand, fast niemand glaubte, dass man da hinauf kommen würde, doch alle stiegen tapfer Schritt für Schritt über die Leitern hinauf, aber nicht alle schauten freiwillig zurück. Oben im Bergrestaurant genoss man nun einen wohlverdienten Trunk und fuhren gegen Leukerbad und dann Richtung Leuk - Sion - Grande Dixence. Jeder bewunderte diese riesige Staumauer, mit einer Bahn fuhren wir bis auf die Mauer und besichtigten lange die wunderschöne Aussicht und das Riesenbauwerk. Die Spielfreudigsten mussten noch schnell auf der Staumauer "bänkeln", da gab es natürlich schnell schaulustige Zuschauer, welche das Spiel mit Vergnügen verfolgten und andere gingen "kopfschüttelnd" weiter. Als alle wieder im Car sassen, ging die Fahrt weiter. Wir fuhren zurück nach Sion. Und dann das ganze Rhonetal hinunter bis Vionnaz im Kt. Waadt. Weil es kühler wurde und anfing zu regnen schmeckte das Raclette oder das Käsefondue in dem gemütlichen rustikalen Restaurant ausgezeichnet. Auf der Heimfahrt von Aigle nach Gsteig wusste noch manch einer etwas zu erzählen oder hörte man noch einen Witz, und mir wurde noch mitgeteilt diesen Bericht zu schreiben, was ich natürlich auch machte. Ungefähr um 20 00 Uhr kamen wir glücklich und zufrieden in Gsteig an. Wir erlebten ein fröhliches, zufriedenes Wochenende und für das gilt dem Organisator Hanspeter Linder ein herzliches Dankeschön.

Bruno Walker

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