Turnerfahrt 2010

Berner Kantonalturnfest 2010

Fahrt ins Blaue 2010

 

 

Turnerfahrt 13. Mai 2010

 

Es isch e verrägneta Tag gsi am 13. Mai, aber wier si glich mit em Poschtouto gäge Gstaad los. Nach nid allzulanger fahrt siwer im Moosfang usgstige u scho het der erscht e Morchle näbeter Posthaltestell gfunde u das isch nid die einzigschti gsi, bis am Abe sie e paar Kilo gsammlet gsi, aber Item… Uf em wäg Dürä Moosfang uechi heiwer no znüni gno. Druf siwer bi dichtem Näbel ubere Längebode zu Kublis Vorsches gloffe .Chum heiwernus im Hüttli iquartiert het scho eina der Grill ufgwärmt u es isch nid lang gange isch scho fläre Fleisch drufe gsi. Wower gässe hei ka siwer zu gmüetliche spilrundeni zämmegsässe. Der Namitag isch nume so verfloge u scho hets afa dunkle u de heiwernus halt dür ds Saali achi richtig Gsteig begä. Im Sanetsch heiwer no der letscht gno u es paar hei der glungnig Tag no miteme guete znacht Abgschlosse.

 

Dominic Perreten

 

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Berner Kantonalturnfest 2010

 

26./27. Juni

Um 8.00h morgens versammelte sich eine muntere Turnerschar auf dem Postplatz Gsteig. Unser Reiseziel war Utzensdorf, das Bernisch Kantonale Turnfest. Nach dem alles im Postauto verstaut war, und der Chauffeur Ruedi Neuhaus im Cockpit Platz genommen hatte, ging die Fahrt los. Beim Wispilenparkplatz machten wir bereits den ersten Halt, die Lauenerturner kamen zu uns ins Postauto und so fuhren wir gemeinsam Richtung Unterland. Bei der Autobahnraststätte Münsigen wurden unsere hungrigen Mägen bei einem Znünihalt versorgt. Danach ging weiter Richtung Utzensdorf. Am Ziel angekommen, galt es erst einmal unsere Unterkunft zu beziehen, sprich Zelte aufstellen. Wie lange, die wohl benutzt werden? Bald war es Zeit zum Mittagessen und um ein Uhr fuhren wir mit dem Schuttelbus Richtung Kirchberg, wo wir unsere Gerätekombination vorführen. 14.05h zeigte der Uhrzeiger, als der erste Musik Ton erklang und wir mit voller Konzentration und besten Können unser Programm vorturnen. Mit der Note 8.53 verliessen wir den Platz, denn Leichtathletik stand noch auf dem Programm. Beim Schleuderball, Pendelstaffete, Steinstossen, Weitsprung und Kugelstossen erkämpfen wir uns Meter und Zentimeter. Mit den Noten 7.04; 6.62; 7.97; 7.60 und 7.09 verliessen wir das Areal. Nun war Durstlöschen angesagt. Ja schon bald war es an der Zeit zum ,,Fenjale.“ Wir versammelten uns dann zum gemütlichen Nachtessen, bevor zurück zum Festplatzareal ging. Im Festzelt gings dann feucht- fröhlich weiter bis in die frühen Morgenstunden. Um sieben Uhr morgens hatte dann wohl auch der letzte seinen Schlafplatz belegt und sich den Träumen hingegeben.

Am Sonntag vergnügen sich die Einen im kühlen Nass in der Badi, während sich eine andere Gruppe den Schlussvorführungen widmete. Nun war es schon wieder Zeit für die Rückfahrt. Mit dem einen Postauto voller Schlafender Turner/ Turnerinnen fuhr Ruedi Richtung Oberland zurück. Er stellte das Radio aus, während der Fahrt, damit niemand beim Schlafen gestört wurde. Beim Wispileparkplatz verliessen uns die Lauenener und wir waren nur noch wenige Kiilometer von Zuhause entfernt. Mit dem traditionellen Umzug durchs Dörfli und dem Apéro vor dem Bären liessen wir bei einem gemütlichen Abendessen das Turnfest 2010 ausklingen.

Linder Sandro

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Fahrt ins Blaue 2010

 

8. - 10. Oktober

Diese Geschichte beginnt am 8. Oktober 2010 gegen 8 Uhr auf dem Postplatz in Gsteig, wo der Chauffeur Ruedi mit dem Car von Kübli Reisen bereitsteht. Immer mehr Turner und Turnerinnen bzw. deren Begleiter oder Begleiterinnen verstauen ihr Gepäck und versammeln sich neben dem Fahrzeug. Trotz der schriftlichen Vororientierung über die Reiseziele sind alle neugierig, was uns in den nächsten drei Tagen erwarten wird. Organisator Manuel teilt uns während seiner Begrüssungsrede mit, dass noch zwei weitere Teilnehmer zu dieser bunt gemischten Truppe stossen werden. Göpf erwartet uns in Erlenbach und Rolf musste mit seiner Katze – mit der vierbeinigen versteht sich - notfallmässig zum Tierarzt und wird uns nachfolgen. Obwohl das Stockhorn in der näheren Umgebung liegt, ist das erste Etappenziel für einige von uns ein Novum. Nach der Bergfahrt verbringen wir auf der Terrasse des Bergrestaurants, gewärmt von den ersten Sonnenstrahlen, die Kaffeepause und werfen schadenfreudig einen Blick auf das Meer, das Nebelmeer, welches sich über dem ganzen Mittelland inklusive dem Thuner- und Brienzersee ausgebreitet hat. Auch durch die Stockhornaugen ergibt sich derselbe Anblick. Nachdem endlich auch Katzenfreund Rolf, schlussendlich mit Vollpackung, den Weg auf das Stockhorn gefunden hat, beginnen wir bei herrlichem Herbstwetter die Bergwanderung in Richtung Leiternpass – Gurnigel. Unterwegs, beim Mittagshalt, stärken wir uns für die 2. Hälfte der Wanderung und senken damit gleichzeitig das Gewicht der vollgestopften Rucksäcke, welche gefüllt sind mit Sandwichs und verschiedenen Beilagen (z.B. Bündnerfleisch). Bevor die fröhliche Schar weiterzieht, bändigt Maultier-Flüsterer Urs ein unglaublich wildes Exemplar von diesen Langohren und schafft es sogar für kurze Zeit darauf zu sitzen. Nach weiteren Marschhalten treffen wir gruppenweise im Berghaus Gurnigel ein. Nach dem Zimmerbezug und Anpassung unserer Duftnote erwartet uns ein feines Fondue mit Tee. Anschliessend wird gejasst, gespielt, geplaudert und über den hohen Preis für heisses Wasser mit Teebeutel, oder andersgesagt Tee, diskutiert, wobei die blamable Niederlage der Nati-Elf gegen Montenegro fast verloren geht. Während sich die Frauen unter zeitweise ohrenbetäubendem Gelächter prächtig mit einer Gabel, Löffel und Tasse amüsieren können, verziehen sich die Männer stillschweigend in die Schlafkatakomben zurück. Zum Glück und zum Wohlwollen unserer Trommelfelle, liegt unser Schlafraum einige Stockwerke unter dem der Frauen. Aber auch Motorsägen in den eigenen Reihen rauben einige Minuten wertvollen Schlaf, bevor uns Feldweibel Hanspeter brutal und viel zu früh aus dem Land der Träume zurückholt. Immer mehr verschlafene Gesichter erscheinen am Frühstücksbuffet. Nach dem Frühstück fährt uns Ruedi gekonnt durch den dichten Nebel zur Talstation der Gurtenbahn. Mit einem gemischten Gefühl aus Mitleid und Entsetzen erfahren wir am eigenen Leib, was es heisst Unterländer zu sein. Leider ist der Gurten zu wenig hoch, auch nach der Bergfahrt sind wir immer noch in der Nebelsuppe gefangen. Auf dem nahegelegenen, schottisch-orientierten Bauernhof „Im Aebersold“, wo rund 80 schottische Hochlandrinder mit ihren Kälbern weiden, erwartet uns der nächste Höhepunkt. Aufgeteilt in 4 Gruppen, messen wir uns in 5 Disziplinen der Highland-Games: Gummistiefel-Werfen, Baumstamm-Stossen, Siloballen-Run, Hit-the-Rat und Whisky-Degustieren. Ehrgeizig wird um Punkte, Sekunden und Zentimeter gekämpft. Hungrig verschlingen wir nach der Anstrengung einen Burger nach dem anderen. Mit vollen Bäuchen laufen die meisten von uns anschliessend hinunter, zurück zur Talstation. Andere ergattern sich mit ihrem Charme eine Mitfahrgelegenheit. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Car satteln wir in Laupen um auf Schienenvelos. Mit diesen Draisinen pedalen wir über eine stillgelegte Eisenbahnstrecke bis zum Wendepunkte und geniessen dort ein von Manuel und Ariane organisiertes Apéro. Nach der Rückkehr führt unser Weg mit dem Car auf die andere Seite der Hauptstadt, und zwar ins Emmental nach Langnau. Einquartiert in der Jugendherberge, welche eigentlich geschlossen hätte und nur für den Turnverein Gsteig-Feutersoey die Türen öffnet, machen wir uns bereit für das Nachtessen im Restaurant zum Goldenen Löwen. In diesem vollen Gasthaus bleiben nur noch die Auszubildenden des Servicepersonals für unsere Bewirtung übrig. Nach dem guten Essen und dem etwas mühsamen, aber zeitweise auch amüsanten Zahlungsvorgang, begibt sich die ältere Garde zurück zur Jugendherbege, während die Jungen oder Junggebliebenen die Nachtlokale von Langnau ausfindig machen. Durch die kleine Auswahl an Möglichkeiten trifft man sich in der Chäuer-Bar wieder. Ein Teil von uns macht sich nach dem ersten Drink auf die Suche nach der Disco namens Kupferschmiede und amüsiert sich dort bis zum Ausklang. Die hochzeitstechnisch lukrative, aber mit fortgeschrittener Zeit zickigwerdende tschechische Bardame, schafft es, uns punkt halb 3 Uhr aus der Chäuerbar zu vertreiben. Aufgrund keiner weiteren Alternativen bleibt uns nichts anderes als der Rückzug in die Jugendherberge übrig. Dort nimmt Pascal, stolz wie ein Bernhardiner auf sein Fässchen, seine letzte Reserve in Form einer Flasche Appenzeller hervor und lässt sie in der Runde kreisen. Leider genügt auch dieser Alkohol nicht, um unsere Geruchsnerven derart zu betäuben, dass die zwischendurch abgelassenen Methanausstösse ungemerkt geblieben wären. Somit müssen wir nach dem Leeren der Flasche, mit ätzenden Augen, definitiv unsere Betten aufsuchen.

Halbwegs ausgeschlafen, chauffiert uns Ruedi am Sonntag Morgen, nach dem Frühstück zur nächsten Überraschung. Hornussen steht auf dem Programm. Nach der Demonstration von einem der Anwesenden und für unsere Ausbildung zur Verfügung stehenden Mitglieder der Hornussergesellschaft Schüpbach, sah alles noch so einfach aus. Doch einer nach dem anderen muss die Erfahrung machen, dass Hornussen, oder genauer genommen, den Nouss mit dem Träff zu treffen, gar nicht so einfach ist. Die Zuschauenden amüsieren sich ab allen möglichen Variationen des Scheiterns, während die Kamikaze-Rinder in der Schusslinie friedlich weiter grasen. Doch mit den ersten erfolgreichen Schussabgaben wird für die Vierbeiner die Lage langsam ungemütlich. Zur Horizonterweiterung der Hornussenlaien ist zu erwähnen, dass sich die Viecher nicht wirklich auf dem Spielfeld aufhielten, sondern durch Könner abgegebene Geschosse diesen Bereich grundsätzlich bei weitem überfliegen sollten. Nach dem Verzerren der feinen Grilladen im Clubhaus, organisiert durch die Hornussergesellschaft, begeben wir uns langsam auf die Rückreise. Erschöpft von den 3-tägigen Strapazen schlafen die meisten auf der Fahrt zurück nach Gsteig. Herzlichen Dank an Manuel und Ariane für die super Organisation der Fahrt ins Blaue 2010.

Andreas Kubli

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